Thai-Curry ist der neue Cheeseburger

Egal ob Paris, Rom, Mumbai oder Sydney. Ängstliche Reisende hatten früher in der Fremde beim ersten Hungergefühl vor allem immer ein Ziel, das sie ansteuerten: Mc Donald’s. Und das galt nicht zwangsweise nur für Amerikaner. Auch Deutsche freuten sich, wenn sie fernab der Heimat das vertraute, goldene M am Ende einer Straße sahen. Kein Wunder, wusste man in diesem Fall ja genau, was man bekommt. Denn ein Cheeseburger, ein Big Mac und eine Apfeltasche schmecken in der Regel rund um den Globus gleich oder zumindest ähnlich.

Schmeckt bekanntlich immer gleich: Big Mac

Schmeckt bekanntlich immer gleich: Big Mac; Bildquelle: nordschleswiger.dk

Ein rotes Thai-Curry in Manhattan, indisches Chicken Korma in Kapstadt, Falafel-Teller in London oder eine marokkanische Tajine in Sydney. Diese Gerichte gehören schon fast zur Grundkenntnis eines jeden, der gerne durch die Gegend reist. Der Unterschied ist nur: Man fühlt sich irgendwie als Bürger von Welt. Es ist einfach mehr in Fashion, sich eine Runde Nigiris zu bestellen als eine Schale Country Potatoes bei Burger King. Dennoch schmecken auch Pad Thai und Co. mittlerweile rund um den Erdball überraschend gleich.

Irgendwie cooler als die Bestellung eines Cheeseburgers...

Irgendwie cooler als die Bestellung eines Cheeseburgers…Bildquelle: kotobuki.es

Ein paar regionale Unterschiede bei der Auslegung gibt es aber zum Glück. Für den Amerikaner ist Vollkornreis zum Beispiel eine übliche Beilage für ein Thai Curry. Auch chinesisches Essen wird dort oftmals anders ausgelegt. Dim Sum ist in den USA schon lange ein Renner – bei uns kommen die gedämpften Teigtaschen aus Hong Kong erst langsam in Mode. Und auch Indisch ist nicht gleich Indisch. Während die meisten Gerichte vom Subkontinent in Deutschland in cremigen Soßen ertränkt werden, sind die Speisen in England und Nordamerika oftmals überraschend kalorienarm zubereitet. Ganz anders schaut es bei der Authentizität von Pizza und Pasta aus. Da wage ich zu behaupten, dass man das beste italienische Essen jenseits von Toskana und Kampanien in München bekommt. In Amerika und oft auch in England dagegen ist eine ordentliche Pizza schlicht und einfach nicht zu bekommen. Selbst wenn der Koch ein waschechter italienischer Einwanderer ist, der die Speisen nach Mamas hochgeheimen Originalrezept zubereitet.

Fleischbällchen auf der Pizza: Nicht wirklich authentisch...

Fleischbällchen auf der Pizza: Für uns nicht wirklich authentisch…Bildquelle: hostedmedia.reimanpub.com

So gibt es trotz der Globalisierung und Vereinheitlichung einiger Nationalgerichte immer wieder den einen oder anderen Unterschied zu entdecken! Ist auch gut so…

Wie sieht es bei Euch aus? Welches Gericht esst Ihr am liebsten immer wieder – egal wo auf der Welt?

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3 Gedanken zu „Thai-Curry ist der neue Cheeseburger

  1. Ich esse unglaublich gerne Indisch. Chicken Tikka Masala ist, finde ich, auch überall gleich. Mein persönlicher Favorit aus Thailand ist Tom Ka Gai Suppe – auch ein Dauerbrenner auf den Speisekarten. Der Unterschied liegt oft nur in der Schärfe.

  2. Ich habe keine weltweite einheitliche Vorliebe. Ich bereise Länder, damit ich mal etwas anderes, typisches, scharfes, mildes, leckeres, überraschendes, neues essen kann. Neulich bei der DRV-Tagung in Südkorea gab’s leider viel german Food. War gar nicht lecker. Es hat einfach nicht zum Ort gepasst. Schade eigentlich.

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