Eindrücke von der TBU Umbria 2012: Wie sich Travel-Blogging zur neuen Zunft entwickelt

Längst bedeutet Travel-Blogging nicht mehr nur das bloße Veröffentlichen von Urlaubserinnerungen. Wie erwachsen diese Form der Reiseberichterstattung geworden ist, bewiesen rund 200 Blogger auf der 3. Travel Bloggers Unite Konferenz Ende April im italienischen Assisi.

Meine Kollegen Nicola Vogt, Julia Pawelczyk, Christian van Alphen und ich hatten bereits ziemlich konkrete Vorstellungen, was wir von dem Blogger-Wochenende in Italien erwarteten: Networking Sessions, Ausbau unseres Blogger-Netzwerks und viele spannende Workshops. Was wir bekamen, übertraf unsere Erwartungen.

Klar, wir arbeiten bereits mit einigen sehr professionelle Bloggern, die einen Teil ihres Lebensunterhaltes mit Bloggen bestreiten können. Dennoch waren wir übberascht, auf so viele Blogger zu treffen, deren „Beruf“ das Bloggen ist – und davon, wie kreativ sie ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Vorreiter sind hier nach wie vor unumstritten Kanadier und US-Amerikaner. Auf unsere Frage, ob sie in ihrer Heimat touristische Unternehmen noch davon überzeugen müssen, mit Travel -Bloggern zusammenzuarbeiten, erhielten wir ein klares „No way!“.

OK, hier sind wir in Europa noch nicht ganz angekommen, allerdings trugen der WTM in London im November 2011 und die ITB in Berlin im März 2012 enorm dazu bei, das Phänomen „Travel-Blogger“ der Reiseindustrie ein ganzes Stück näher zu bringen. Reisebloggen ist eben nicht mehr nur das Berichten zu privaten Zwecken, seine Freunde und Familie auf dem Laufenden zu halten. Vielmehr haben die Blogger während der TBU-Konferenz deutlich gemacht, dass sie dauerhaft einen Fuß in die Tourismusindustrie setzen und auf gleicher Augenhöhe wahrgenommen werden möchten, wie namhafte Reise- und Lifestyle-Magazine. Warum auch nicht? Schließlich sind sie weit mehr als nur Autoren. Reise-Blogger sind auch Fotografen, Filme-Macher, Netzwerker, Social Media Manager und natürlich Reise-Experten.

Ein neuer Berufsstand scheint geboren. Für uns als PR-Agentur stellen sich daraufhin viele Fragen: Wie organisiert sich diese neue Zunft? Was sind die Benefits für Tourismusämter, PR-Agenturen und Unternehmen? Welche Formen der Zusammenarbeit wird es geben? Wie werden sich diese von den klassischen Medien unterscheiden? Welche Kostenmodelle werden angewendet? Einige dieser Fragen wurden bereits auf der TBU diskutiert, doch sind drei Tage schlichtweg zu kurz, um erschöpfende Antworten zu finden.

Sehr vielversprechend klingt die Bildung einer internationalen Travel Blogger Association, an der bereits zahlreiche Blogger aus aller Welt zusammensitzen, Richtlinien erstellen und oben gestellte Fragen diskutieren.  Aus PR-Sicht ein wahrer Volltreffer, wird eine zentrale Anlaufstelle doch unsere Arbeit um ein Vielfaches erleichtern.

Wir sind gespannt, wie die Zunft der Travel-Blogger sich in Zukunft weiter etablieren wird, welche Formen der Zusammenarbeit mit touristischen Unternehmen sich durchsetzen und vielleicht, ähnlich wie bereits in den USA und Kanada, fest in den Alltag der PR-Agenturen integriert werden.  Wir freuen uns in jedem Fall einen Beitrag zu leisten zu können und werden weiter von der Entwicklung berichten!

Networking Session "PR meets Blogger" mit Kate McCulley von AdventurousKate

Während der Networking Sessions trafen wir eine alte Bekannte wieder, Kate McCulley von AdventurousKate.com. Sie nahm bereits 2011 an einer von uns organisierten Bloggerreise in die Emilia-Romagna teil.

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