Nervenkitzel am Maho Beach

Einer der Vorteile einer Kreuzfahrt ist es, dass man an Orte kommt, wo man sonst vielleicht nicht den gesamten Urlaub verbringen würde. So verschlug es mich auf einer Karibik-Reise unter anderem nach St. Maarten. Diese Insel wäre eigentlich relativ austauschbar, gäbe es da nicht den Maho Beach – so manchem bekannt aus diversen Galileo-Reportagen über die spektakulärsten Flughäfen der Welt. Der Airport mit dem Kürzel SXM ist in der Tat ein Juwel für jeden Plane-Spotter, denn die Start- und Landebahn befindet sich unmittelbar hinter einem weißen Sandstrand und einer türkisen Bucht. Gerade, wenn mehrere Cruise-Liner im Hafen von St. Maarten festmachen, verwandelt sich der Strand zum regelrechten Happening. Hunderte von Besuchern aus aller Welt sehen sich dann an, wie die Flieger nur wenige Meter über dem Strand Richtung Landebahn einschweben.

Ein Surfboard der angrenzenden Bar informiert über den Flugplan, denn hier kritzeln die Angestellten jeden Tag den Flugplan der Starts und Landungen drauf. Gegen Mittag beginnt die Rush Hour der US-Carrier – denn dann kommen im 20 Minuten-Takt die Flieger von US Airways, United und American herein. Nach rund einer Stunde Wendezeit heben diese wieder Richtung Chicago, Miami und Atlanta ab und rufen erst so richtig die Airline-Fans auf den Plan. Im Wind der aufheulenden Triebwerke hängen sich die Waghalsigsten an den Zaun zwischen Strand und Startbahn und werden im Extremfall regelrecht in die Luft gehoben. Andere purzeln über den Strand ins Wasser – Hüte und Baseballcaps fliegen durch die Luft. Die Menge tobt – das Adrenalin steigt. Gegen 15 Uhr folgt dann der Höhepunkt der täglichen Landungen, denn dann kommen in der Regel die Großraum-Jets aus Europa an. An unserem Tag schwebt eine A340 der Air France ein. Ich lege mich auf den Boden und lasse die Maschine nur rund zehn Meter über mich drüber sausen – ein irrsinniges Gefühl, wenn man Flugzeuge mag.

Rush Hour nach der letzten Landung

Da die Taxen Richtung Hafen nach diesem vorläufig letzten Highlight rar werden, haben wir schon vor der Landung einen Fahrer sensibilisiert, damit wir nach der Landung sofort ins Taxi springen können. Andernfalls kann es bis zur Einschiffung um 17 Uhr auch mal knapp werden. Der Besuch des Maho Beach war für unsere Truppe auf alle Fälle ein echter Nervenkitzel – auch für diejenigen unter uns, die sonst nicht so viel mit Flugzeugen am Hut haben.

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2 Gedanken zu „Nervenkitzel am Maho Beach

  1. Unglaublich! Dieser Flughafen gehört zu den gefährlichsten der Welt. Habe dazu mal eine n-TV Reportage gesehen. Und an unseren Flughäfen machen sie ein riesen Faß auf, wenn man dem Vogel am Rollfeld beim Ein- oder Aussteigen mal zu nahe kommt.

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