Von PR-Mehrkampf und anderen sportlichen Höchstleistungen

Zu den Königsdisziplinen der Leichtathletik-Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen gehört zweifelsohne der Mehrkampf. Mit der Silbermedaille von Lilli Schwarzkopf gab es hier für Deutschland sogar eine positive Überraschung  an der Themse. Die insgesamt sieben Disziplinen bei Frauen und zehn bei den Männern fordern den Athleten alles ab. Sportlichen Ehrgeiz entwickeln auch wir PR-Experten jeden Tag aufs Neue. Ich fühle mich manchmal selbst wie ein Mehrkämpfer an verschiedenen Fronten, wenn es zum Beispiel auf der ITB Berlin darum geht, sich einen Weg von A nach B zu bahnen, um den nächsten Termin noch pünktlich zu erreichen.

Wer sich Mittwochfrüh in voller Montur mit Koffer, Pressemappen und fvw Daily vom ICC bis in die Medienhalle 5.3 durchschlängelt ohne irgendwo hängenzubleiben oder anzuecken, hat schon mal 1.000 Punkte sicher. Mit großen Schritten und immer „auf dem Sprung“ geht es von Pressekonferenz zum Interview und zurück ins Pressecenter – eine Disziplin, die uns PRlern fast schon athletische Qualitäten wie die der Weitspringer abverlangt.

Viel Feingefühl und dennoch Durchsetzungskraft erfordert auch die Vorbereitung für so manches Medienevent.  Da muss alles auf den Punkt stimmen und jeder Handgriff sitzen – ähnlich wie bei den technischen Wurfdisziplinen Kugelstoßen oder Speerwerfen, deren Athleten sich mit höchster Konzentration zu immer neuen Höchstleistungen steigern. Wir PR-Experten stehen hingegen auf dem Treppchen, wenn bei Medienevents  alle Journalisten mit den wichtigsten Informationen versorgt sind und gute Gespräche geführt wurden.

Ausdauer und einen langen Atem fordern den Sportler die Laufwettbewerbe am Ende des Mehrkampfes ab (Frauen laufen 800 Meter, Männer 1.500). Mich erinnert dies an so manchen Redaktionsbesuch. Früh um 6.30 Uhr zum Flughafen, Termine im Stundentakt  und abends um 21.00 Uhr wieder zurück. Wenn ich dann ermattet in der S-Bahn sitze, weiß ich, wie sich Lilli Schwarzkopf und Rico Freimuth, zwei unserer Mehrkampf-Heroen in London, nach dem Zieleinlauf fühlen.  Und am Ende des Tages freuen wir uns alle, ob PRler oder Olympionike, dass wir ihn erfolgreich absolviert haben. Schade nur, dass es für gute Kommunikationsarbeit noch keine Medaillen gibt.

von Ulf Schönberg

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