Es muss nicht immer Kuh sein: Die etwas andere Begegnung mit dem Kamel

Kamele spielen in der arabischen Kultur schon immer eine bedeutende Rolle: Als wichtiges Last- und Nutztier war das Kamel Mittelpunkt im Beduinenleben, unentbehrlicher Wegbegleiter und wichtigster Proteinlieferant in der Wüste. Heute ist das Tier immer noch ein Statussymbol und wird vielerorts als Touristenattraktion oder Rennkamel genutzt. Als großer Orient -und Wüstenfan ist mir in meinem Leben schon das eine oder andere Kamel über den Weg gelaufen und durch meine Arbeit am Emirates-Account reise ich seit Jahren regelmäßig nach Dubai. Bei meinem letzten Besuch in der Golf-Metropole suchte ich nun die kulinarische Begegnung mit dem „Wüstenschiff“.

Wer in Dubai zu Besuch ist und ein bisschen Abwechslung auf seinen Speiseplan bringen möchte, der sollte unbedingt einen Kamelfleisch-Burger im Local House (www.localhousedubai.com) im Bezirk Bastakija probieren. Das fast fett- und cholesterinfreie Fast Food schmeckt milder als die Rindfleischvariante und hat keine Spur von strengem Geschmack. Für zirka 13 Euro gibt es den Kamelburger, zum Beispiel als House Burger, Cheese Burger oder Mushroom Burger im frisch gebackenen Hefebrötchen mit hauseigener Gewürzsauce, Pommes und Salat – orientalisches Ambiente natürlich inklusive. Zum Nachtisch am besten noch den Kamel-Milchshake bestellen.

Kamelmilch war für die Beduinen Jahrhunderte lang dank ihrem hohen gesundheitlichen Wert eines der Hauptnahrungsmittel. In Dubais Supermärkten gibt es neben Käse auch Kamelmilch und Milchmixgetränke. Nicht nur einheimische Gourmets, sondern auch immer mehr Touristen entdecken Kamelmilchschokolade für sich. Die Kamelmilch ist reich an Mineralien, hat fünf Mal so viel Vitamin C wie Kuhmilch, weniger Fett und Laktose. Damit ist die Schokolade auch was für Diabetiker und bei Laktoseintoleranz.

Knapp 20 Fahrtminuten von Dubai Downtown entfernt kommt die weltweit erste Kamelmilchschokoladenmarke her: Al Nassma (www.al-nassma.com) bedeutet übersetzt „Frischer Wind, der ein Lächeln aufs Gesicht zaubert“. Geschäftsführer ist der Deutsche Martin van Almsick. Als ehemaliger Marketingchef des Kölner Schokoladenmuseums ein unangefochtener Experte für das süße Gold. Im Al Nassma-Sortiment gibt es Schokoladentafeln in den Geschmacksrichtungen Vollmilch, Datteln, arabische Gewürze, Macadamianuss-Orange oder mit 70 Prozent Kakaoanteil. Aufgrund der hochwertigen Zutaten und der Tatsache, dass ein Kamel pro Tag nur circa sieben Liter Milch gibt (eine durchschnittliche Kuh liefert ungefähr 25 Liter), liegt der Preis einer Tafel bei umgerechnet fünf Euro. Aber was sind schon fünf Euro für ein Lächeln auf dem Gesicht?

Bei meinem letzten Besuch durfte ich vor dem offiziellen Verkaufsstart das Al Nassma-Kamelmilcheis probieren. Und da war es wieder, das Lächeln auf meinem Gesicht: Schokoladen- und Vanilleeis mit Spekulatiussoße. Al Nassma befindet sich auf dem Gelände von Camelicious (www.camelicious.ae). Auf der kommerziellen Kamelmilchfarm leben circa 3.000 Kamelstuten und ein paar Bullen. Unter der Marke Camelicious gibt es auch Milchmixgetränke in den Geschmacksrichtungen Erdbeere, Dattel, Schokolade oder Safran.

Das Kamel ist also eine sehr leckere und teilweise gesündere Alternative zu Big Mac, lila Kuh & Co. Wäre ich Raucher – ich hätte mir nach Burger und Schokolade glatt noch eine Camel angezündet.

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