Recruiting 2.0 oder „Ist ein Arbeitsvertrag das Papier wert, auf dem er geschrieben steht?“

Das Begrüßungsschild ist aufgehängt, das Welcome-Package parat, der Arbeitsplatz eingerichtet, das Team ist freudig gespannt. Heute kommt sie: Die Neue!

Oder doch nicht? Haben wir uns im Datum geirrt? Wurde der Arbeitsvertrag versehentlich mit dem falschen Startdatum versehen? NEIN! Fakt ist: Sie ist nicht da. Und erscheint auch die nächsten Tage nicht. Kein Lebenszeichen. Horrorszenarien entstehen in unseren Köpfen. Wir machen uns wirklich Sorgen und fragen uns, ob wir die Polizei informieren sollen.

Doch halt! Über Dritte erfahren wir, dass alles in Ordnung ist. Der Urlaub zwischen zwei Jobs ist eben einfach nahtlos in eine Auswanderung übergegangen. Den zukünftigen Arbeitgeber informieren? Anscheinend nicht nötig!

Wir: Sprachlos!

Wir fragen uns: Ist ein Vertrag heute noch das Papier wert, auf dem er steht?

Und das ist leider kein Einzelfall wie man aus der Branche hört. Vor diesem Hintergrund ist mir ein Appell an alle Berufseisteiger und Young Professionals eine echte Herzensangelegenheit. Auch im Zeitalter der schnellen und oft unverbindlichen Kommunikation via Facebook und Co.: Ein Vertrag ist eine Verpflichtung, die beide Seiten gleichermaßen eingehen. Es ist ja nicht nur so, dass ein ganzes Team auf dem Trockenen sitzt und eine Position komplett ersetzen muss. Deadlines können nicht gehalten, Projekte müssen verschoben und die Arbeit auf die Kollegen umverteilt werden. Außerdem wurden ja auch zahlreiche Bewerbungen nach Vertragsunterzeichnung abgesagt. Nicht zu reden von der Erklärungsnot, in die wir unseren Kunden gegenüber gebracht werden.

Es ist schnell gesagt „früher war alles besser“. Aber ein Eindruck drängt sich mir im Rahmen des Recruitings für Wilde & Partner auf: Es gibt unglaublich viele junge Leute, die nach wie vor Werte wie Zuverlässigkeit, Respekt, Pflichtbewusstsein und Professionalität leben. Aber leider scheinen auch mehr und mehr Youngsters zu denken, dass man sich am besten immer und überall die Rosinen rauspickt und sich mindestens zwei Optionen offen hält.

Und um noch eine Phrase zu dreschen: Man sieht sich immer zwei Mal!

Na, dann bis bald ….

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4 Gedanken zu „Recruiting 2.0 oder „Ist ein Arbeitsvertrag das Papier wert, auf dem er geschrieben steht?“

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