Steife Brise in Warnemünde

Bei Wind und Wetter fand vergangene Woche die diesjährige Hauptversammlung der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten (VDRJ) an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns statt. Drei Tage lang tauschten sich rund 60 Teilnehmer aus Journalismus und Tourismus-PR über aktuelle Themen ihrer Zunft aus. Nebenbei entdeckten sie, was die Region zwischen Warnemünde und Schwerin zu bieten hatte. Wilde & Partner war mit von der Partie.

Als Tagungshotel fanden die Teilnehmer sich dieses Jahr im geschichtsträchtigen Hotel Neptun am Ostseestrand von Warnemünde zusammen, das bereits zu DDR-Zeiten beliebtes Ziel von Küstenurlaubern war. Besonders den Bewohnern der höheren Stockwerke bot sich ein recht imposanter Ausblick, wenngleich die See sich von ihrer rauen Seite mit orkanähnlichen Windgeschwindigkeiten zeigte. Umso kuscheliger waren die Voraussetzungen für das Treffen des PR-Kreises, der sich mit den Herausforderungen des Tagesgeschäfts von uns Kommunikations-Experten befasste. Anschließend stand die jährliche Hauptversammlung für alle Teilnehmer des Verbands auf dem Programm. Höhepunkt war die Wahl der neuen Vorstandsspitze.

Das Wetter zeigte sich von seiner eher ungemütlichen Seite.

Das Wetter zeigte sich von seiner eher ungemütlichen Seite.

Klaus Dietsch, ehemals Pressesprecher von Studiosus und heute Autor zahlreicher Reisebücher, rückte vom Zweiten zum Ersten Vorsitzenden der VDRJ auf. An seine Seite wurde Christian Leetz als zukünftiger Geschäftsführer gewählt, der hauptberuflich den Reiseteil der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung mitverantwortet. Als Zahlmeister tritt Radio-Journalist Rüdiger Edelmann in die Fußstapfen von Blacky Neubauer. Große Fußstapfen hinterlässt auch Jürgen Drensek, der die Geschicke des Verbands rund zwölf Jahre gelenkt hat und nach mehr als einem Jahrzehnt die Vorstandsspitze verlässt, um ab sofort als Ehrenpräsident der VDRJ zu fungieren.

Neben der Diskussion über weitere Themen wie beispielsweise die Vergabe der etablierten Columbus Medienpreise durch den Verband feilten die Mitglieder auch an der Ausrichtung und den Zielsetzungen bis zur nächsten Hauptversammlung 2013 in Bad Kissingen. Ein Fokus liegt auf der kontinuierlichen Öffnung der VDRJ gegenüber neuen Medien und der Etablierung als Sprachrohr zu aktuellen journalistischen Themen wie etwa fairen Richtlinien zur Zusammenarbeit zwischen Redakteuren, freien Journalisten und PR-Leuten.

Bei der Hauptversammlung rauchten die Köpfe...

Bei der Hauptversammlung rauchten die Köpfe…

Natürlich kam auch auf dieser Hauptversammlung der Teambuilding-Aspekt nicht zu kurz. So fand das Abschluss-Dinner beispielsweise im brandneuen Darwineum des Rostocker Zoos statt. Seit einigen Wochen können Besucher hier alles über die Evolution und Entwicklung der Erde seit dem Urknall erfahren. Beim Tagesprogramm am Samstag zeigten sich die Teilnehmer wahrhaft wetterfest. Während eine Tour die VDRJ-Mitglieder zu den Schlössern und Burgen Mecklenburg-Vorpommerns führte, erkundete die andere Hälfte die Vorzüge der Hansestadt Wismar, die zum UNESCO-Welterbe zählt und seit einigen Jahren in neuem Glanze erstrahlt. Zum Staunen brachte die Besucher auch die Stadt Schwerin, die zwar weiter im Landesinneren liegt, aber von dutzenden Gewässern umgeben ist und mit ihrem Schweriner Schloss über den wohl schönsten Landtag Deutschlands verfügt.

Sehr beeindruckend für alle Tour-Teilnehmer: Das Schweriner Schloss

Sehr beeindruckend für alle Tour-Teilnehmer: Das Schweriner Schloss

Abgerundet wurde das dreitägige Treffen der VDRJ in diesem Jahr von einem Vortrag durch Pascal Brückmann und Christian Leetz, die am Morgen des Abreisetages über das Modell des WAZ-Reisejournals referierten. Die größte regionale Tageszeitung der Republik geht nämlich seit einigen Jahren völlig neue Wege und vereint Anzeigenverkauf und Redaktion in nur einem Team, anstatt die Bereiche wie andere Zeitungsverlage komplett zu trennen. Dieses Modell fand bei den Anwesenden keineswegs nur Beifall. Dennoch wurde eines klar: Mit seinem Konzept scheint der Verlag auch langfristig einen umfangreichen Reiseteil zu gewährleisten, während andere Redaktionen fast monatlich über die Profitablität des Ressorts diskutieren. Eindrucksvolle Zahl: Die WAZ-Kollegen produzieren im Jahr stolze 600 Seiten Reiseteil. Man kann vom Modell der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung also halten was man will…Diese Zahl muss erstmal jemand nachmachen.

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Ein Gedanke zu „Steife Brise in Warnemünde

  1. Hoffe auf viele neue Impulse mit dem neuen Vorstand!!! Ist doch jedes Jahr wieder ein Klassentreffen mit Journalisten und PRlern. Schön war’s mal wieder!

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