Wo ist der Weltuntergang? – Gastbeitrag von Ulf Schönberg

Erinnert ihr euch noch an Anfang 2012? In etlichen Brainstormings landauf- und landabwärts wurde fleißig diskutiert, wie sich der vermeintliche Weltuntergang, der sich aus einer etwas sensationsgierigen Interpretation des Maya-Kalenders, für die Öffentlichkeitsarbeit nutzen ließe.

 

 

 

 

 

Einige Unternehmen hatten eine Antwort. So ließ Unilever in einem zugegeben kreativen Axe- Werbespot die Arche neu entstehen. Die Medien ihrerseits fragten, wo man vor dem Weltuntergang sicher wäre. Doch was ist aus der apokalyptischen Voraussehung geworden? Haben wie den Weltuntergang vergessen, so wie wir gerne mal unausweichliche Geschehnisse versuchen auszublenden? Um ehrlich zu sein, ich habe das Datum verdrängt. Ich kann mich nicht einmal an den konkreten Tag erinnern, an dem die Zeitrechnung des Maya-Kalenders endet und musste nachschauen. Es ist der 21. Dezember 2012. Richtig Angst scheint keiner zu haben. Die Medien beherrschen momentan ganz andere Themen von Israel bis Griechenland. Und die Deutschen geben heuer sogar mehr als je zuvor für Weihnachtsgeschenke aus, obwohl diese doch erst nach der vermeintlichen Apokalypse ihren großen Auftritt hätten. Höchstwahrscheinlich ist diese Taktik gar nicht schlecht – einfach das auszublenden, was zu negativ ist. Vielleicht wachen wir am 22. Dezember 2012 auf und leben „schwupps-die-wupps“ sogar in einer noch besseren Welt? Denn nach wissenschaftlicher Deutung des Maya-Kalenders geht die Welt nicht unter. Am 21. Dezember endet „nur“ ein gut 5.000 jähriger Kalender-Zyklus. Und dieser geht in einen neuen über.

 

Wikipedia weiß zudem, dass die Maya das Thronjubiläum eines Königs namens Pascal für das Jahr 4772 voraussagen – wohlgemerkt in der Zukunft. Die Welt wird demnach also doch nicht untergehen. Mit dieser beruhigenden Nachricht schläft es sich doch gleich viel besser, oder? Aber es bedeutet auch, dass ihr euch doch wieder PR-Ideen für 2013 ausdenken müsst, die „die Welt ins Wanken bringen“.

von Ulf Schönberg, PR-Berater Online und Social Media Team bei Wilde & Partner

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Ein Gedanke zu „Wo ist der Weltuntergang? – Gastbeitrag von Ulf Schönberg

  1. Könnt Ihr Euch an die alten schwarz-weißen Handies erinnern? Dort war der Kalender auf 31.12.2999 beschränkt. Was werden woll die Archeologen in der Zukunft denken, wenn sie im 2999 ein solches Handy finden? Werden wir auch für die Apokalypse-Stimmung bei unseren Nachfahren sorgen????:)

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