Trekking in Island – Reisebericht aus männlicher und weiblicher Sicht

Island im Winter ist bei uns noch weitestgehend unbekannt und genau deshalb ein Geheimtipp. Unsere Kollegin Steffi Stöver hat mit ihrem Ehemann Michael ein ganz besonderes Winterabenteuer auf der Insel erlebt: Mit Superjeeps erkundeten sie das Hochland Islands, besichtigten eisige Wasserfälle und bestiegen gewaltige Gletscher. Über ihre Abenteuer am 64. Breitengrad berichten Sie hier auf unserem Wilde Blog, tolle Fotos inklusive…

Für die Sinne und die Seele: Eine Winterreise durch den Süden Islands
von Michael Stöver

Nach einer Woche in Island hatte ich das Gefühl, zwei Monate weggewesen zu sein. Island hat mir viel Raum gegeben. Die Landschaft mit ihrer Weite, den Wasserfällen, Gletschern und Vulkanen zog mich immer stärker in ihren Bann. Und jeden Tag entdeckte ich mehr. Welche unendliche Vielzahl von Farben und Formen sich uns bot. In der Natur glaubte ich tatsächlich immer mehr Fabelwesen, Tiere und Gesichter zu sehen. Kein Wunder, dass die Isländer ihre Sagen und Märchen so lieben. Die Wesen in diesen Geschichten sind lebendig und allgegenwärtig.

Neben unseren Wanderungen über Eis, Schnee, Moos und Elfenhügel, waren diese Geschichten ein steter Begleiter auf unserer Rundreise durch den Süden der Insel. Unsere Reiseleiterin Martina verstand es, uns immer wieder passend zur Umgebung mit kurzen Sagen und Märchen zu verzaubern.

So war es leicht, den Raum, den mir Island gegeben hat, mit Eindrücken und mit viel Fantasie zu füllen. Ich habe eine Woche das gemacht, was im Alltag viel zu kurz kommt: Ich konnte mich meiner Umgebung mit allen Sinnen öffnen und sehen und träumen. Und es lag sicher nicht nur am Wasser der Blauen Lagune, dass ich mich auf der Reise irgendwie jünger fühlte.

Wir werden sicher wieder nach Island reisen – zum träumen, staunen und um jünger zu werden…

Takk Hekla, Gulfoss, Landmannalaugar, Ljótipollur, Hákon und Martina
von Stephanie Stöver

Eigentlich hatte mein Mann geplant, unbedingt einmal Polarlichter zu sehen – und das mit seinem besten Freund Thilo – eben eine perfekte Männertour. Ich bin glücklich, dass er diese Reise mit mir gemacht hat, sonst hätte ich das wunderbare und faszinierende Island nicht kennen und lieben gelernt. Begriffe wie Check-In, Tweet und Post sind hier völlig fehl am Platze. Die Isländer pflegen ihre Sprache und Begrifflichkeiten wie einen wertvollen Schatz, der an vielen Orten des Landes versteckt zu sein scheint. Entsteht eine neue Insel oder ein neuer Berg, dann dürfen alle Bewohner Namens-Vorschläge einreichen. Diese und viele andere Geschichten hat uns unsere Reiseleiterin Martina erzählt – eine echte Isländerin, die perfekt Deutsch kann – nein, eine Münchnerin, die vor 27 Jahren nach Island ausgewandert ist – für mich ist sie der Inbegriff der lebensfrohen und liebenswerten Menschen, die wir dort vielerorts getroffen haben. Bei der Umgebung aber auch kein Wunder! Das Land hat mich einfach geschluckt, wie das Wasser eines Geysirs, wenn es wieder in den Schlot zurück gesogen wird. Wenn ein Architekt eine Vorlage für perfekte Formen, Bodenbeläge, Tapeten oder Lichtquellen braucht, sollte er nach Island reisen. Jeder Schritt, den wir getan haben, hat sich anders angefühlt – mit Schneeschuhen wie auf Watte, mit Wanderschuhen wie über Creme Brulée oder mit Steigeisen wie über blankes Eisparkett. Eiskristalle, Polarlichter und Halllos (runder Regenbogen) sowie Stirnlampen in der abgelegenen Hütte ohne Strom in Landmannalaugar, waren unsere Lichtquellen. Feine Vulkanasche mit Schnee verweht bildeten den perfekten Rahmen einer atemberaubenden Landschaft. Das alles teilen die Isländer mit offenen Armen: ob Wasserfälle, Geothermalquellen, Vulkane oder öffentliche Gebäude wie die Perle oder Harfe in Reykjavik. Das ist einfach toll und man erlebt hier nicht den üblichen Touristennepp! Was aber trotzdem dazu gehört, wenn man auf Reisen ist, sind die Souvenirs, zumindest für mich als Frau :-). Heimlich habe ich einen Troll gekauft, der nun auf unserer Fensterbank in der Küche steht. Ich habe der Verkäuferin im Souvenirshop extra gesagt: Mein Mann darf nicht sehen, dass ich so etwas kaufe. Bei Sigga, einer Freundin von Martina haben wir Islandsocken gekauft und im Partnerlook (ohne es zu wissen) den perfekten Islandpulli erworben. Was natürlich nicht fehlen durfte, war das Buch „Sagen und Märchen aus Island“, aus dem uns Martina jeden Abend eine Geschichte vorgelesen hat.

Wir könnten noch viele Geschichten erzählen von isländischen Weihnachtsmännern die Namen haben wie „Türknaller“ oder „Topfausschlecker“ , den Riesen, Trollen und Elfen über die leckere Isländische Küche, die geologischen Besonderheiten der Landschaft wie die Sichtbarkeit der Kontinentalplatten oder über das lebendige Szene- und Nachtleben in Reykjavik – aber das würde hier den Rahmen sprengen…vielleicht ein anderes Mal, wenn wir wieder mit ASI nach Island reisen…

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s