Von einem der auszog, um ehrenamtlich zu sein… Der Travel Industry Club startet in eine neue Ära

Thomas

Thomas Wilde

Ich erinnere mich noch sehr genau an die sehr überschaubare Gruppe von Managern aus der Reiseindustrie, die sich 2005 im InterConti in Frankfurt trafen. Einziger Tagesordnungspunkt: der Aufbau eines Netzwerkes für die Reiseindustrie. Aus dem aus heutiger Sicht fast historischen Meeting ist eine beachtliche Organisation gewachsen. Über 650 Mitglieder zählt der Travel Industry Club heute. Und das Programm lässt sich sehen: Im vergangenen Jahr hat der TIC über 40 (!) Veranstaltungen bundesweit auf die Beine gestellt, die wiederum von fast 3.000 Gästen besucht wurden. Aus der damals eher noch vagen Idee eines Netzwerkes ist heute ein schlagkräftiges Team geworden mit einer Struktur, die sich sehen lassen kann. Die Geschäftsstelle des Travel Industry Club trommelt täglich – laut und erfolgreich. Die Zahl der Mitglieder nimmt weiter zu: Bis Ende 2015 soll der Wirtschaftsclub der deutschen Reiseindustrie von 900 Mitgliedern getragen werden. Learning: Wenn Ideen auf fruchtbaren Boden fallen, können sie durch die Decke gehen. Learning No.2: Selbst die besten Ideen fliegen nicht ohne eine hoch motivierte Geschäftsstelle!

Ich hatte das große Vergnügen, die vergangenen acht Jahre beim TIC mitgestalten zu dürfen. Im Präsidium habe ich den Bereich Kommunikation verantwortet. Mit tatkräftiger Unterstützung der Geschäftsstelle in Frankfurt haben wir gemeinsam dafür gesorgt, dass der Club in Politik und Wirtschaft gehört wird und auch mediale Beachtung findet. Doch, wir sind alle sehr stolz auf das, was wir da 2005 angeschoben haben.  Und es ist an der Zeit sich zwischendurch auch selbst einmal auf die Schulter zu klopfen.

Jetzt beginnt eine neue Zeitrechnung: Der TIC hat ein neues Präsidium gewählt. Und ich bin in den kommenden Jahren nicht mehr dabei. Zumindest nicht in der ersten Reihe. Im Dezember vergangenen Jahres habe ich meine Kollegen im Präsidium darüber informiert, dass ich für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung stehe. Unsere Agentur wächst weiter – und braucht mehr denn je jede Frau und eben auch jeden Mann in unserem Team. Und nach acht Jahren ist es Zeit für einen Wechsel. Das passt!

Diese acht Jahre sind wie im Flug vergangen. Acht Mal TIC Award Night vor der ITB Berlin, sieben Mal Travel Manager vor dem fvw-Kongress. Meine feste Überzeugung: Wenn etwas acht Jahre lang so perfekt läuft, dann stimmen die Voraussetzungen für die nächsten acht Jahre!

Wehmut? Nein – auch ein Club braucht frischen Wind, neue Ideen, neue Köpfe. Vier von fünf Mitgliedern im Präsidium machen Platz.  Adrian von Dörnberg – seit 2007 im Präsidium – hat weitere Mandate übernommen und baut derzeit mit seinen Partnern das von ihm gegründete Beratungsunternehmen aus. Auf Marc Fleischhauer, der dem Präsidium seit 2011 angehört, wartet innerhalb seiner Tätigkeit für den ADAC ein neues spannendes Aufgabengebiet, das seine gesamte Aufmerksamkeit erfordert.  Und Fritz Pütz kümmert sich verschärft um sein Unternehmen German Transfer. Aus dem „alten“ Präsidium wird Dirk Bremer als Präsident weiterhin für Kontinuität sorgen und sein Wissen an die „Neuen“ weiter geben. Learning: Ehrenamtlich ist alles andere als eine Ruhephase. Und kann einen schon sehr, sehr intensiv beschäftigen. Learning No. 2: Klingt abgegriffen, aber JEDER ist zu ersetzen.

Neu im Präsidium als Vize-Präsident ist Marcus Scholz dabei. Der Travel Manager der Dürr AG übernimmt das Resort Mobility & Sustainability. Es wurde höchste Zeit: Mit Maria Anna Muller zieht erstmals eine Frau in das Präsidium ein. Die Geschäftsführerin des Flughafen Kassel-Calden zeichnet für die Bereiche Sales & Marketing zuständig und wird das Segment Aviation verantworten. Für die Bereiche Finance & Relationship Management zeichnet ab sofort Alexander Hörner verantwortlich. Der Manager ist hauptberuflich für die Steigenberger Hotels als Head of Sales tätig. Peter Agel, Senior Vice President des Hotel-Reservierungssystems MICROS-Fidelio, wird die Themen Technology & Think Tank besetzen. Sie kennen die Namen nicht? Nun – das wird sich ändern. Die „Neuen“ wissen um die hohe Messlatte und sind entsprechend hoch motiviert.

Aus der zweiten Reihe werden wir die Kolleginnen und Kollegen im neuen Präsidium mit voller Kraft unterstützen, beispielsweise bei den Veranstaltungen und mit Anregungen und den Erfahrungen aus den vergangenen acht Jahren. Übrigens: Nicht zu verwechseln mit Statler & Waldorf aus der Muppet Show, die von ihren Logenplätzen auch einmal sehr ätzend kommentieren…. Eher als Fans aus der Südkurve, die ihr Team anfeuern.

Es hat Spaß gemacht – und hat sich gelohnt. Der Travel Industry Club ist nicht mehr aus der Landschaft wegzudenken… Learning: Auch oder gerade im digitalen Zeitalter des Web2.0 sind Netzwerke, die sich den persönlichen Austausch auf die Fahnen geschrieben haben, mehr als eine Spielwiese. Und JA – ich würde es noch einmal machen.

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