Einmal Indien und zurück…

PR-Meeting im Ötztal, Kreativ-Workshop im Luxushotel in Berlin oder Baustellenbesichtigung am Tegernsee – unser Job bringt uns zum Arbeiten immer wieder an Orte, an denen andere Urlaub machen. Doch für ein 48 Stunden Kick-off Meeting nach Indien – das ist selbst für reiseerprobte Touristik-PR-Hasen etwas Besonderes.

Delhi

Typische Straßenbild in Delhi

Incredible India – viele sagen: Man liebt es oder man hasst es! Meine Meinung über das Land des Yogas und des Ayurvedas war eher neutral. Nicht wirklich weit oben auf meiner Urlaubsland-Rankingliste hatte ich mich noch nie mit dieser Destination befasst. Bis plötzlich Vana Retreats das Wilde & Partner-Portfolio ergänzte und mit dem ersten Kennenlernen via Video-Skype-Konferenz die Einladung zum Workshop in Indien folgte. Ein Scherz, schoss mir spontan durch den Kopf. Wir fliegen sicher nicht für 48 Stunden nach Indien. Doch als ich vier Tage später das drei Seiten lange Online-Visa-Formular ausfüllte, war es klar – in einer Woche geht es auf ins Land der heiligen Kühe.

Delhi in der Nacht

Delhi bei Nacht

„Be open minded“ – ist die letzte Empfehlung, die ich von der freundlichen, indischen Stewardess beim Boarding erhalte. Was sie wohl damit meint? Ich werde es erfahren. Nun, ausgestattet mit vielen guten Ratschlägen von Freunden und dem Business Knigge für Indien, den ich noch kurz vor der Abreise durchforstet habe, mache ich mich auf den Weg in das unbekannte Land. Was mich erwartet: keine Ahnung! Aber vorsichtshalber habe ich mal einer Vorratspackung Sagrotan im Gepäck – die ich übrigens ungeöffnet wieder mit nach Deutschland nahm. In Delhi gelandet, gleicht schon die Fahrt ins Hotel einem Abenteuer, denn auf der Straße tummelt sich alles was Räder oder auch vier Beine hat: Luxuskarossen, Rostlauben, Tuk-Tuks, Radfahrer und natürlich die heiligen Kühe. Mein Highlight aber ist eine fünfköpfige Familie auf einem Mofa. Instinktiv stelle ich mir vor, wie das wohl aussehe, wenn Karl-Heinz, seine bessere Hälfe Hilde und ihre drei leicht übergewichtigen Kinder sich auf einem Mofa durch den Münchner Stadtverkehr quälen.

Tuk Tuk

Tuk Tuk

Eine Kuh auf der Straße

Die heilige Kuh

Lautes Hupen, das scheinbar nie verstummt, reißt mich zurück in die indische Realität. Viel sehen wir von Delhi nicht, denn die 48 Stunden sind straff getimet – Hotel, Taxi, Meetingraum, Taxi und wieder Hotel.

Der Verkehr in Delhi

Verkehr in Delhi

Auch Delhi

Streetlife in Delhi

Farben, Gerüche und Geräusche – die Stadt brodelt förmlich, denn das Leben in Delhi scheint sich auf der Straße abzuspielen. Hier wird gekocht, geschlafen oder es werden Geschäfte abgewickelt. Ich bin fasziniert, das bunte Treiben zu beobachten, leider nur aus dem Auto heraus. Zu schade, dass wir keine Zeit haben das Geschehen und die Stadt zu erkunden. Denn am nächsten Tag geht es bereits mit dem Flieger in die indische Provinz Uttrakhand.

Das Dorf

Indische Provinz Uttrakhand

Das besondere Licht in Indien

Das besondere Licht in Indien

Hier ticken die Uhren anders – scheinbar. Kein chaotisch-hektisches Treiben wie in Delhi, keine drückenden 37 Grad, sondern eine leichte Brise empfängt uns. Wie ruhig und entspannt alles wirkt an den Ausläufern des Himalayas. Vor der Site Inspection des Vana, Malsi Estates liegt noch eine Stunde Fahrt vor uns. An den Stadtverkehr in Delhi hatte ich mich ja bereits gewöhnt, doch jetzt folgte eine passive Fahrstunde in Überlandfahren. Die Straßen sind breit und gut befahren. Was zur Folge hat, dass unser Fahrer – sehr gekonnt, wie ich zugeben muss – das Überholspiel „Wer ausweicht verliert“ spielt. Todesängste – ach woher. Wohlig entspannt beobachte ich die Landbevölkerung, die Kühe und versuche wenigstens ein paar Impressionen mit dem iPhone festzuhalten. Was mir mehr oder weniger gut gelingt. Ich bitte daher, die Bildqualität zu entschuldigen und keine Rückschlüsse auf meine fotografischen Fähigkeiten zu ziehen.

Sicht von Ananda

Himalaya-Gebirge

Die zwei Tage vergehen wie im Flug und ich weiß nicht, ob es an der frischen Bergluft des Himalaya-Gebirges liegt oder an den leuchtenden Farben, aber das Land beginnt mich zu faszinieren. Das muss er sein, der Zauber, von dem viele immer sprechen. Und da ich nicht an Reinkarnation glaube, hoffe ich auf Rückkehr noch in diesem Leben und dann bitte nicht nur für 48 Stunden.

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