Tschechisch trifft auf Schwizerdütsch: Kollegin Katrin beim Kochkurs in Prag

Von den leckeren Seiten einer Prag-Reise konnte sich unsere Kollegin Katrin kürzlich überzeugen. Mit einer Gruppe von Schweizer Journalisten belegte sie unter anderem einen Kochkurs und stellte dabei nebenbei fest, dass sie nicht nur die tschechische Sprache vor Herausforderungen stellte:

„Zisch… ah, jetzt brutzelt’s…. mh schaut das gut aus“ kommentiert der Radioreporter Hans-Peter Gloor den Moment, in dem das liebevoll klein geschnittene Fleisch Teil unseres Paprikagulaschs wird. Während er sein Mikrophon direkt in die Pfanne hält um die O-Töne aus der Küche einzufangen, schnippeln die Kollegen aus den Print-Redaktionen mit Tränen in den Augen Unmengen an Zwiebeln klein, zupfen Pfifferlinge oder üben sich in der Kunst original Böhmische Knödel zu formen. Obwohl meine eigenen Kochkünste eher rudimentär sind, stehe ich mittendrin und helfe nach Kräften.

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Die größere Herausforderung liegt jedoch nicht beim Kochen, sondern als einzige Deutsche inmitten einer Schweizer Gruppe alles zu verstehen und sich nicht als schwizerdütsch-Laie zu outen. „Staunen und Schlemmen in Prag“ lautet das Motto der Gruppenpressereise mit dem City Night Line, die die Schweizer Journalistengruppe in die tschechische Kochschule geführt hat. Unter Anleitung des Chefkochs Radek verwandelt sich die Designküche, die sich wie so vieles in Prag sehr modern und frisch präsentiert, in ein kleines Schlachtfeld. Parallel dazu entwickeln sich die Journalisten, die sich erst knapp einen Tag kennen, in ein alt eingespieltes Küchenteam. Auf dem Speiseplan steht ein typisch tschechisches Menü, wie wir auch später im Radio hören werden.

Hier geht’s zum Beitrag.

Ein kleines Ratespiel für den deutschen Hörer, der weder tschechisch noch schwitzerdütsch spricht:

Erdäpfelsuppe… Feines Gulasch mit Knödel und Erdäpfelküchli… Kline süße Küchli mit Sürrahm und Zwetschgemuß. Zur Sicherheit die deutsche Übersetzung, die mir meist gelingt:

Böhmische Kartoffelsuppe

Paprikagulasch mit Kartoffelpuffern

Eierkuchen mit Sauerrahm und Pflaumenmus

Nach drei Stunden hacken, braten und chochä ist es vollbracht und das selbstgemachte Drei-Gänge-Menü kommt auf den Tisch. Garnieren wurde natürlich auch geübt, so dass sich die selbstgemachten Gerichte sogar sehen lassen können. En Guetä!

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Während es beim Kochen noch sehr gesprächig und munter zu ging, herrscht bald gefräßige Stille. Bis die ersten Journalistenköche sich wieder zu Wort melden. Ein Hoch auf den Chefkoch Radek, er hat es glatt geschafft, dass wir ein spitzen Menü zustande bekommen! Alle sind sich einig – s’schmöcket!

Strahlende Gesichter, ich bin glücklich über das gute Essen und die tolle Truppe. Und auch mit dem schwizerdütsch klappt es immer besser. Jetzt stellt sich mir jedoch schon die nächste Herausforderung  – die Kombination aus Kochen, Interviews und Essen scheint müde zu machen – wie bekomme ich die Schwizer nur wieder wach?

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