Langschläfer-Sonnenaufgang und Weihnachtsbier-Partys: Julias zehn Gründe für Winterurlaub in Island

Blick auf den Eyjafjallajökull. © Julia Pawelczyk

Blick auf den Eyjafjallajökull. © Julia Pawelczyk

Urlaub bei Minusgraden und wenigen Stunden Sonnenlicht: Als ich von meiner Pressereise nach Island Anfang Dezember berichtet habe, erntete ich viele ungläubige Blicke. Klar, es ist nicht Teneriffa.Es ist kalt und dunkel zwischen November und März rund um die Arktis. Aber es gibt viele gute Gründe für eine Reise – ich habe sie alle getestet! Für alle Zweifler – hier sind meine zehn handfesten Argumente für Island im Winter, nicht nur zu Weihnachten.

1.   Weihnachtsbräuche

Weihnachtskreaturen Island. © Copyright Visit Reykjavík

Weihnachtskreaturen Island. © Visit Reykjavík

Dank einer rege gepflegten Weihnachtsbier-Tradition präsentieren jedes Jahr ab Dezember alle lokalen Brauereien ihre Adventssorten. Der Gerstensaft kommt mit Namen wie „Guter Gaul“ daher, schmeckt malzig-herb und wird teilweise mit Zimt und Orange aromatisiert. Die Isländer feiern gerne „Christmas Beer Partys“ – wir durften auf unserer Pressereise in der WOW air Zentrale in Reykjavík sogar mitfeiern. In Bars und Restaurants probieren auch Gäste die Traditionsbiere – sehr empfehlenswert dabei ist die Microbar mit eigener Brauerei, ebenfalls in der Hauptstadt. Wem ein Nikolaus nicht genug ist, der darf sich in Island auf gleich 13 Weihnachtsmänner freuen: Vom Topflecker bis zum Löffelstehler regiert ab dem 13. Dezember jeden Tag ein anderer „Weihnachtskerl“ das Land. Aber auch nach Weihnachten gibt es viel zu entdecken:

2.   Thrill-Faktor Winter: Abenteuer für Fortgeschrittene

Silfraspalte - Schnorcheln im Winter. © Copyright Christian Haas

Silfraspalte – Schnorcheln im Winter. © Copyright Christian Haas

Auch im Sommer sind Lavahöhlenwanderungen, Gletscherbesteigungen und Schnorcheln in drei Grad kaltem Wasser abenteuerliche Aktivitäten. Im Winter steigen Adrenalin-Quote und Thrill-Faktor drastisch an. So wandert man in Lavahöhlen durch ein Labyrinth von Eiszapfen. Auf dem Gletscher fordert der harte Eisuntergrund Konzentration beim Gehen. Bei einer Außentemperatur im Minusbereich wagen sich nur Hartgesottene in der Silfraspalte – der Kontinentalspalte zwischen Europa und Amerika im Thingvellir Nationalpark – zu schnorcheln oder zu tauchen. Wir haben es getan mit unserem Partner www.arktischeabenteuer.de! Von diesen Abenteuern erzählen wir alle noch lange und werden sie sicher nicht vergessen.

3.   Ab ins heiße Wasser

Um die dunklen Monate genussvoll zu überbrücken, lieben die Isländer ein tägliches Bad im „Hot Pot“. Fast überall findet sich draußen eine heiße Wanne, gespeist von geothermal erhitztem Wasser mit wohligen 37 bis 42 Grad Temperatur. Dabei badet man nicht allein: Gesellige Abende verbringen Familie, Freunde und Kollegen gemeinsam im Hot Pot. In öffentlichen Schwimmbädern kamen wir gleich ins Gespräch mit den Einheimischen und vergaßen dabei kalte Temperaturen.

4.   Stilles Feuerwerk der Natur

Nordlichter Island. © Copyright WOW air

Nordlichter Island. © Copyright WOW air

Der wohl bekannteste Grund, im Winter in den hohen Norden zu reisen, ist die Jagd nach Nordlichtern. Bei klarem Himmel zeigt sich das Naturschauspiel, das durch Sonnenstürme entsteht: Tanzende grüne Lichter am Horizont begeistern jeden, der sie erblicken durfte. Glücklichen erscheint das Spektakel direkt beim abendlichen Bad im Hot Pot, zum Beispiel im 4-Sterne Landhotel Ranga nahe des berühmten Vulkans Eyjafjallajökull.

5.   Sonnenaufgänge für Spätaufsteher

Sonnenaufgang am Geysir Stokkur. © Julia Pawelczyk

Sonnenaufgang am Geysir Stokkur. © Julia Pawelczyk

Bei bis zu 15 Stunden Dunkelheit am Tag werden Sonnenauf- und untergang zum Zeremoniell: Gegen elf Uhr erscheint der rote Ball am Horizont – keiner muss früh aufstehen, um das Naturschauspiel zu erleben, wenn Urlandschaften mit Geysiren und Wasserfällen in Pastelltönen erleuchten. Spektakuläre Urlaubsfotos garantiert.

6.   Freie Sicht auf die touristischen Highlights

Freie Sicht auf den Gullfoss. © Julia Pawelczyk

Freie Sicht auf den Gullfoss. © Julia Pawelczyk

Während im Sommer große Reisebusse das sogenannte „goldene Dreieck“ frequentieren und das Thermalbad „Blaue Lagune“ überfüllt ist, genießen Island-Reisende von November bis April Wasserfälle, Lavastrände, heiße Flüsse und Geysire in aller Ruhe.

7.   Insel im Winterkostüm

Glacier Hiking - Blue Ice Winter. © Arktische AbenteuerImage

Glacier Hiking – Blue Ice Winter.          © Arktische Abenteuer

Island-Reisende, die die Insel im Sommer gesehen haben, wie beispielsweise Inna Hemme von http://www.innasky.com/, erkennen die Landschaft im Winter kaum wieder: Schneebedeckte Bergmassive, der raue Atlantik, der auf schwarze verschneite Strände bricht und Island-Pferde mit Winterfell, die durch den Schnee galoppieren, bieten eine vollkommen neue Optik.

8.   Die Natur als Eiskünstlerin

Eiskunst Caving -Underworld Winter 13. © ellithor.com

Eiskunst Caving -Underworld Winter 13.                       © ellithor.com

Ähnliches geschieht mit den Wasserfällen: Die Gischt der gigantischen Wassermassen von Sellfoss, Gullfoss und Co. gefriert zu Eiszapfen, die ganze Felswände wie Christbaumschmuck bedecken. Treppen geraten zu Eisformationen, die schon so manchen Reisenden in Begeisterung versetzt hat. Aufpassen: Soviel Eispalast kann rutschig sein!

9.   Erschwingliche Preise

Während der Hauptsaison im Sommer kosten Hotels und Flüge gerne mal eine Stange Geld – weitaus günstiger reist man durch Island im Winter. Sonder-angebote für Hotels und Flüge, beispielsweise unserem Kunden, der einzigen Low-Cost Fluggesellschaft von Island, WOW air, die im Winter direkt von Berlin und Salzburg nach Island fliegt, gibt es vor allem für Reisezeiten im November sowie Januar bis April schon ab 98 Euro pro Strecke inklusive Steuern und Gebühren.

10.Shopping-Paradies für Wintergarderobe

Vintage Boutique Reykjavik. © Inna Hemme

Vintage Boutique Reykjavik. © Inna Hemme

Während des gesamten Jahres ist Reykjavik ein Shopping-Paradies. Einheimische Marken wie Icewear und Geysir bieten hochwertige und individuelle Mode, die darüber hinaus schön warm hält. Nirgendwo anders deckt sich der Reisende so gut mit Pullovern, Outdoor-Jacken, Schal, Mütze und Kuschelsocken ein wie in der Heimat der warmen Island-Wolle. Der Schnäppchen-Jäger sollte nicht missen, sich ein Mehrwertsteuer-Rückerstattungs-Dokument bei Einkäufen über 4.000 ISK (25 Euro) vom Händler geben zu lassen. 15 Prozent des Geldbetrages bekommen Urlauber am Flughafen vor der Rückreise dann erstattet. Vor der isländischen Krone müssen Shopping-Freunde keine Angst mehr haben – seit der Krise einkaufen in der Währung auch für deutsche Urlauber erschwinglich. Man erhält sehr gute Qualität für einen fairen Preis.

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