„Ich habe heute leider kein Geld für Dich“ – Vom Kreditkartenärger auf Reisen

Nicht erst seit dem jüngsten Hacking-Angriff auf rund 18 Millionen private Email-Adressen in Deutschland ist klar: Wer sich online bewegt, geht leider nun mal auch gewisse Risiken ein. Das gilt auch oder besonders für Kreditkarten. Vergangene Woche wurde meine Karte bereits zum zweiten Mal innerhalb von einem guten Jahr im fernen Ausland genutzt, um dort online einzukaufen. Die gute Nachricht: Die meisten Banken sind in der Lage, solchen Missbrauch rechtzeitig zu erkennen und sperren die Karte umgehend – wie auch in diesem Fall geschehen.

Umso glücklicher bin ich, dass ich just zu diesem Zeitpunkt nicht gerade im Ausland war. Denn es ist überaus unangenehm, wenn der Bankautomat im fernen Thailand auf einmal keinen einzigen Cent mehr ausspuckt.

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Ärgerlich, aber immer wieder nötig…Die eigene Kreditkarte auf Bankanweisung zu vernichten. (Quelle: flickr.com / ben popken)

Da die Banken heutzutage prinzipiell misstrauisch sind, sobald eine Zahlung im Ausland vorgenommen wird, ist es mir schon mehrfach passiert, dass die Karte auf Reisen einfach streikte – ob USA oder Asien war dabei unerheblich. Innerhalb der EU reagieren die Banken in der Regel deutlich entspannter.

 

 

 

Heute habe ich meine Learnings aus diesen Fällen gezogen. Bei fernen Reisen informiere ich prinzipiell die Bank im Voraus über meine Pläne, damit sich keiner wundert, wenn ich irgendwo in Dubai oder Singapur ein T-Shirt oder ein Abendessen bezahle. Zudem reise ich – zumindest wenn ich alleine unterwegs bin – am besten mit zwei Kreditkarten plus EC-Karte. Die ist ja oftmals ebenfalls außerhalb Deutschlands nutzbar. Zudem nehme ich eine Notfallsumme in Euro mit. Geld vorab in Deutschland umtauschen werde ich künftig bestimmt nicht mehr. Denn mit ihren fast schon kriminellen Wechselkursen sind die einschlägigen Reisebanken an den Airports wahre Halsabschneider. Die Hausbanken sind da freilich etwas humaner – das gilt zumindest, wenn man nicht wie ich bei einer Direktbank ist.

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Na EIN Automat dürfte ja hoffentlich funktionieren…(Quelle: de.wikipedia.org/ User Mattes)

Den besten Kurs erhält man bekanntlich, wenn man am Automaten des Zielorts Bargeld besorgt – viele Banken bieten das ja bereits zum Nulltarif an. Wenn die Karte kurz zuvor gesperrt wurde, bringt das natürlich nicht allzu viel…

 

 

 

 

Auch schon mal ohne Bargeld irgendwo auf der Welt gestrandet? Wir sind gespannt auf EURE Erfahrungen beim Thema Geld im Ausland!

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6 Gedanken zu „„Ich habe heute leider kein Geld für Dich“ – Vom Kreditkartenärger auf Reisen

  1. Bei einem Aufenthalt in Japan haben sich vor Jahren gleich die Bankautomaten mehrerer Institute geweigert, meine europäischen Kreditkarten zu akzeptieren. Hab mich dann in Tokio in einem AMEX-Stadtbüro auszahlen lassen! 🙂

  2. Roberto, ich hab‘ mir darüber schon gelegentlich Gedanken gemacht, aber aus Bequemlichkeit nie wirklich Konsequenzen gezogen. Erfreulicherweise hatte ich noch nie das Problem, dass meine Karte gesperrt wurde, während ich gerade unterwegs war – lediglich einmal in einem echten Betrugsfall, aber da war ich gerade zu Hause, also kein großes Problem.

    Aber Frage dazu: Auf welche Weise informierst Du denn Deine Bank/Kreditkartengesellschaft über Deine Reisepläne? Rufst Du jedesmal vorher bei der Hotline an? Oder schickst eine E-Mail? Ich stelle mir vor, dass eine Hotline da bestenfalls mit einem „jaja“ reagiert und sowieso nichts unternimmt …

    • Hallo Franz, genau so mache ich es…Ich rufe die Bank vorher an und sag ich bin da und da….100 Prozent Garantie hast Du damit in der Tat nicht, aber die Chancen auf Bargeld steigen:)

  3. Ich habe mal versucht per Pin der Kreditkarte im Ausland Geld zu kriegen, weil meine EC-Karte kaputt war. Nix! Schön wird es, wenn das Hotel (Pension) keine Kreditkarten akzeptiert und Du unbedingt Bargeld brauchst, um auszuchecken. Habe es dann mit Charme gelöst und konnte auf Treu und Glauben mit einer Rechnung der Pension nach Hause fahren. Learning: Das darf Dir nur als „Bella Bionda“ in Italien passieren …

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