Pampers Party in Down Under – oder mit Kleinkind ans andere Ende der Welt!

Mit Kleinkind nach Australien: Unsere Kollegin Birte berichtet auf unserem Blog über die Herausforderungen, die der erste Urlaub mit Kind mit sich bringt und warum die Reise nach Down Under trotzdem eine wundervolle Erfahrung war!

Nach der Geburt unserer Tochter war meinem Mann und mir schnell klar, dass wir die gemeinsame Elternzeit für eine lange Reise nutzen wollen. „Lange Reise“ hieß für mich automatisch auch „ganz weit weg“ – Australien sollte es sein. Eine gute Freundin wohnte seit einigen Jahren in Sydney und wir wollten die Elternzeit für ein Wiedersehen nutzen. Also buchten wir euphorisch die Flüge und reservierten vorbildlich die Eltern-Kind-Plätze mit Baby-Bay. Wir sahen der Angelegenheit relativ sorglos entgegen.

Bondi Beach ©Birte Deppe

Bondi Beach ©Birte Deppe

Je näher dann aber der Termin des Abflugs kam, umso nervöser wurde ich. Wie sollen wir die Flugzeiten überstehen? Wieviel Hipp-Gläschen und Milchpulver sollte ich einpacken? Und ist die Kleine ausreichend geimpft? Ich stand kurz vor einer Panikattacke und beruhigte mich eigentlich erst, als wir schon mit halbem Fuß im Flieger waren.

Sydney Harbour Bridge ©Birte Deppe

Sydney Harbour Bridge ©Birte Deppe

Entgegen meinen schlimmsten Befürchtungen verliefen die Flüge reibungslos: Die Kleine verschlief den Flug nach Dubai, den Aufenthalt dort und auch den Weiterflug nach Bangkok. Um uns und das Baby besser zu akklimatisieren hatten wir eine Nacht Aufenthalt in Bangkok gebucht. Wir verbrachten die Zeit ausschließlich im Hotel – Reisenden mit Kleinkind kann ich einen Tag Pause bei langen Flügen absolut empfehlen, um sich von den Strapazen eines Fernfluges ausreichend zu erholen.

Watson's Bay ©Birte Deppe

Watson’s Bay ©Birte Deppe

Auch der Flug nach Sydney war ein Nachtflug und verlief daher problemlos. Die Kleine bestieg schon mit Schlafanzug und Schlafsack den Flieger und schlief bis zur Landung. Einzig die Einreise gestaltete sich zur Geduldsprobe: Sydney öffnet im Gegensatz zu Dubai und Bangkok keine extra Schlange für Familien mit Kind bei der Passkontrolle.

Unterkunft in Bondi ©Birte Deppe

Unterkunft in Bondi ©Birte Deppe

Endlich auf australischem Boden und von den Behörden am Flughafen in die Freiheit entlassen, ging es auf direktem Weg zu unserem Apartment nach Bondi Beach. Auch die Entscheidung für ein Apartment anstatt eines Hotelzimmers war goldrichtig: Mit Küche und zwei Zimmern fühlten wir uns fast wie daheim und konnten abends noch im Wohnzimmer zusammen sitzen, während unsere Tochter im Nebenzimmer schlief.

Strandausflug Byron Bay ©Birte Deppe

Strandausflug Byron Bay ©Birte Deppe

Gemeinsam mit meiner Freundin und ihrem kleinen Sohn erkundeten wir Sydney auf familienfreundliche Weise: Immer mit Buggy, Sonnencreme und großem Tuch gegen die Sonne ausgerüstet unternahmen wir kurze Ausflüge zur Oper, nach Manly, Watson’s Bay und Spaziergänge durch den Botanischen Garten.

Nach drei Tagen Großstadt brachen wir mit dem Auto auf in Richtung Norden. Unser Ziel war Byron Bay, wo wir uns wieder mit unseren Freunden treffen wollten, die ein kleines Haus am Ortsrand besitzen.

Das erste Mal Meer! Port Stephens ©Birte Deppe

Das erste Mal Meer! Port Stephens ©Birte Deppe

Leider gestaltete sich der Roadtrip dann nicht ganz so einfach wie geplant: Denn zeitgleich mit der Fahrt nach Norden beschloss unsere Tochter, dass Breigläschen was für Babys sind und sie diese nicht mehr mag. Nachdem aber die gängigen Motelzimmer nur über Kühlschrank und Mikrowelle verfügen und wir der Kleinen nicht täglich Weißbrot mit Käse servieren wollten, standen wir nun vor einem Problem. Jeden Tag essen gehen kam für uns nicht in Frage, denn Australien ist nicht nur wunderschön, es ist auch unfassbar teuer. Wohl oder übel akzeptierten wir, dass nicht jede Mahlzeit ein Festmahl an Bio-Kost und ausgewogenen Zutaten sein kann. Also futterte die Kleine begeistert Instant-CousCous, Fish & Chips, Humus-Dip und Kiwis.

On the road again ©Birte Deppe

On the road again ©Birte Deppe

Nicht nur das Nichtvorhandensein von Küchenzeilen in Motels, stellte sich als Herausforderung dar: Auch der Aufenthalt in einem einzigen Zimmer war eher suboptimal. Da es im Oktober an der australischen Ostküste noch nicht so warm ist, dass man jeden Abend im Freien verbringen kann, saßen mein Mann und ich oft flüsternd im Zimmer und reichten uns eine Flasche Wein im Dunkeln hin und her während unsere Tochter im Reisebett neben uns schlief. Umso mehr freuten wir uns dann auf die Zeit in Byron Bay, wo uns nicht nur unsere Freunde sondern auch eine Küche und ein Wohnzimmer erwartete.

Port Macquarie ©Birte Deppe

Port Macquarie ©Birte Deppe

Trotz einiger Schwierigkeiten während der Reise war die Entscheidung für Australien während der Elternzeit absolut richtig und wir würden es immer wieder so machen. Ein Urlaub mit Kleinkind ist immer anstrengend, egal ob an der Nordsee, in Italien oder am anderen Ende der Welt!

Sundowner in Byron Bay ©Birte Deppe

Sundowner in Byron Bay ©Birte Deppe

Broken Head bei Byron Bay ©Birte Deppe

Broken Head bei Byron Bay ©Birte Deppe

Birte Deppe, Berater bei Wilde & Partner und Mutter von Leni

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