Tagen bei den Gebrüdern Grimm

Im Oktober treffen sich jährlich die Mitglieder der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten (VDRJ). Dieses Jahr war Frankenberg in der Grimmheimat Nordhessen der Ort der Zusammenkunft.

Zu Beginn tagte der PR-Kreis und tauschte sich über die wichtigsten Belange der täglichen Öffentlichkeitsarbeit aus. Dabei ging es zum Beispiel um Themen wie Krisen-PR oder den Umgang mit dem immer wichtiger werdenden Blogger-Segment und den zunehmenden Mischformen aus neuen und klassischen Medien.

Am Nachmittag tagten dann rund 60 der insgesamt 224 Verbandsteilnehmer und planten die Aktivitäten des anstehenden Jahres – darunter insbesondere die Vorstellung der neuen Website, die in den kommenden Monaten an den Start gehen soll. Erneuerung war prinzipiell das Gebot der Stunde. Die klassische Einteilung in Freelancer und feste Redakteure wie sie vor einigen Jahren möglich war hat nämlich ausgedient. Immer mehr „Schreiber“ beschäftigen sich neben ihrer Aufgabe für Tageszeitungen und Magazine zum Beispiel mit Blogs, Corporate Publishing oder sind sogar als freie PR-Berater tätig. Herausforderung der VDRJ wird es daher in den kommenden Jahren vor allem sein, diesen Modellen gerecht zu werden und dafür zu sorgen, dass sich alle Mitglieder thematisch wiederfinden.

Wer viel arbeitet, möchte im Anschluss auch etwas von der Gegend sehen. Da sorgten die Gastgeber am Samstagnachmittag für eine ganze Reihe von Optionen. Ein Teil der Gruppe erkundete die Gegend per Oldtimer, andere zogen mit Wanderstiefeln los, zwei Teilnehmer stiegen aufs Motorrad und ich schloss mich der Segeltruppe auf dem Edersee an. Dass man mitten in Hessen die Segel hissen kann, war für mich zugegebenermaßen eine große Überraschung. Zapfig kalt war es dabei – ansonsten waren die Wetterbedingungen gerade zu ideal. Der Pegel des Sees lag allerdings rund 10 bis 15 Meter unter seiner Höchstmarke, was den Anblick bizarr gestaltete. Bei so einem niedrigen Stand kommen nämlich Ruinen einer alten Stadt sowie Felsformationen zu Tage, die sonst deutlich unter der Oberfläche liegen.

Kulinarisch geriet die Tagungsgruppe in diesem Jahr praktisch laufend ins Schwärmen. Der Auftaktabend fand zum Beispiel in Form einer Küchenparty im Sterne-Restaurant des edlen Hotels Sonne Frankenberg statt. Das überschlug sich auch beim Mittagessen für die Gäste und tischte allerhand Edles auf. Regional und saisonal war das Menü am zweiten und letzten Abend der Tagung im Zentrum des nahegelegenen Nationalparks. Hier gab es nämlich Wildschwein in gefühlt vier oder fünf Varianten. Wie es sich für die Grimmheimat gehört, war das Rahmenprogramm auch von den berühmten Märchenautoren geprägt, so dass die Gruppe zwischen den Gängen der einen oder anderen Erzählung lauschen konnte.

Im nächsten Jahr findet die Tagung der VDRJ etwas näher an unserem Firmensitz statt: Da trifft sich die Vereinigung nämlich in Bad Wörishofen im Allgäu. Ich freue mich jetzt schon darauf, die vielen Kollegen dort wieder zu sehen!

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