DRV Tagung in Lissabon

Die jährliche Tagung des Deutschen ReiseVerbands (DRV) könnte man wohl mit gutem Gewissen als gigantisches Klassentreffen unserer Branche bezeichnen. Auch in diesem Jahr zog sie stolze 800 Teilnehmer an. Das macht sie zum größten Event dieser Art. Als Austragungsort hatten die Organisatoren für 2015 Lissabon ausgewählt. Die Stadt präsentierte sich insbesondere in den ersten Tagen von ihrer sonnigsten Seite und das Thermometer kletterte auf über 21 Grad – und auch die portugiesischen Gastgeber legten sich irrsinnig ins Zeug, um die Highlights ihres Landes zu zeigen.

Los ging es mit einem von insgesamt vier Destinationsworkshops. Während Fußball-Fans hinter die Kulissen des Vereins Benfica guckten, Lissabon-Erstlinge überwiegend die Altstadt besuchten und Weinkenner eine Tour zu den edlen Tropfen der Region unternahmen, entschieden wir uns für „Stadt, Land, Küste“. Dabei ging es an Estoril und Cascais vorbei bis zum Cabo da Roca am Atlantik und schließlich Richtung Hinterland bis ins Städtchen Sintra.

Der Auftaktabend fand mit dem Patío da Galé in einem riesigen Innenhof an der zentralen Praca do Commercio statt. Am nächsten Tag stand eine Reihe von interessanten Vorträgen auf dem Programm. Unsere Favoriten: Frau Dr. Rump vom Institut für Beschäftigung und Employability, die über die wachsende Herausforderung für die Branche sprach, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Zudem berichtete „Erlebnisguru“ Jochen Schweizer packend über seine Lebensgeschichte und wie er es vom hartgesottenen Kanuten bis zum erfolgreichen Entrepreneur und Investor schaffte. Kurz vor Mittag gab sich Ex Formel 1-Star Ralf Schumacher bei einem Bühneninterview die Ehre. Er fungiert als eine Art Schirmherr für das Young Talents-Programm des DRV. Etwas enttäuscht waren wir von Blogger-Größe Sascha Lobo, der über digitale Trends berichtete, aber nicht so viel Neues präsentierte wie wir uns erwartet hatten.

Umso eindrucksvoller war der Gala-Abend im imposanten Casino von Estoril. So mancher entdeckte hier nach dem Dinner übrigens eine kleine Spielleidenschaft in sich. In den meisten Fällen blieb es jedoch bei einem überschaubaren Verlust von rund 20 Euro.

Am dritten und letzten Tag des DRV Kongresses standen weitere Sessions und Workshops auf der Agenda – aus aktuellem Anlass nahmen die Organisatoren natürlich auch das Thema Krise und Terror auf.  Die Runde, die zum Beispiel aus Vertretern von DER und Studiosus bestand, appellierte unter anderem ans Auswärtige Amt, klare Reisehinweise auszusprechen. Das mache es den Veranstaltern und Reisebüros deutlich leichter, Kunden entsprechende Empfehlungen zu geben. Unabhängig davon, wo man derzeit hinreisen kann oder wohin vielleicht lieber nicht, waren sich alle Teilnehmer des DRV Kongresses bei einer Sache einig – nämlich, dass man sich die Lust am Reisen durch nichts verderben lassen sollte.

Wenn das kein positives Fazit ist…

 

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