Trendthema Digitale Nomaden

Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden: Dieser Wunsch gibt den sogenannten digitalen Nomaden derzeit großen Auftrieb. Immer mehr Unternehmen der Reise-Industrie springen auf den Zug auf.

So gibt es zum Beispiel bereits einmal jährlich die sogenannte Nomad Cruise. Hierbei versammeln sich hunderte überwiegend Freischaffende, um den Schreibtisch einige Tage gegen den Laptop auf dem Deck eines Kreuzfahrt-Schiffes einzutauschen. Auch Hotels haben den Trend erkannt. Marken wie moxy hotels oder tru by Hilton ermöglichen es, Arbeiten und Leben in entspannter Atmosphäre miteinander zu verbinden.

Darüber hinaus trägt eine Reihe von kreativen Start-ups dazu bei, das digitale Nomadentum weiter voranzubringen. So organisiert das Unternehmen Be unsettled zum Beispiel 30-tägige „Experiences“, die Gleichgesinnte für den Erfahrungstausch an unterschiedlichen Orten zusammenbringen.

Quelle: flickr

Nützliches Instrument für Nomaden ist Nomadlist. Auf dieser Website finden Interessenten eine Art Ranking von Städten im Hinblick auf wichtige Faktoren wie etwa die Stabilität des Internets, die Höhe der Lebenshaltungskosten oder den Grad an Sicherheit. Roam dagegen vermittelt Coliving Spaces, in denen Nomaden – meist auf Zeit – zusammen in einem Haus leben und arbeiten, zum Beispiel an Orten wie Ubud im Inselinneren der Tropeninsel Bali.

Es sind keineswegs nur die Newcomer unter den Unternehmen, die zunehmend auf den Trend setzen. So animiert Airbnb seit Kurzem beispielsweise Gastgeber dazu, Wohnungen und Zimmer entsprechend zu kennzeichnen, wenn sie sich besonders gut für die Arbeit mit dem Laptop eignen. In jüngster Zeit ist zudem Booking.com massiv ins Ferienwohnungs-Geschäft eingestiegen und bietet keineswegs mehr nur kleine Hotelzimmer, in denen Nomaden nach kurzer Zeit die Decke sprichwörtlich auf den Kopf fällt.

Nicht zuletzt lassen sich Städte und Regionen etwas einfallen, um die digitalen Nomaden anzuziehen. Aus einem alten Fabrikgelände hat die portugiesische Hauptstadt Lissabon zum Beispiel ein großes Kunst- und Kreativ-Zentrum gemacht. Die LX Factory umfasst unter anderem ein großes Gemeinschaftsbüro für all die, die flexibel arbeiten und dennoch unter Gleichgesinnten sein wollen. In puncto Coworking rüsten auch weitere Städte nach – insbesondere in Südeuropa, so zum Beispiel Athen oder Barcelona.

Quelle: commons.wikimedia.org

Natürlich führen noch andere Faktoren dazu, dass das Arbeiten in der Fremde immer leichter wird. So sind innerhalb der EU Mitte Juni erst die Kosten für das Roaming weggefallen. Handy-Kosten lassen sich somit selbst auf den Kanaren oder am Polarkreis praktisch auf ein Minimum senken. Günstige Verbindungen der Low Cost-Carrier machen die Anreise leichter denn je und die Verfügbarkeit und Qualität von WLAN ist in vielen Ländern exzellent – oftmals, das ist ebenso traurig wie erfreulich, besser als in Deutschland.

 

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